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Geschichte

Der Hof Nomeland wurde jahrhundertelang wie fast alle Höfe im Setesdal mit Pferden, Schafen und Kühen betrieben. Almwirtschaft und Einholen von Gras von den Bergen war lebenswichtig. Es war u.a. der Dünger für die Äcker. Um den Hof bebaute man die Erde mit Korn und Kartoffeln. Ackerbau und Landwirtschaft wurden 1967 nieder gelegt. Danach stand noch viele Jahre ein Pferd im Stall. Die Häuser wurden 1993 verlassen, und nur wenige Sommertage im Jahr wurden sie danach bewohnt. Der jetzige Besitzer wohnte von 1952 bis 1961 auf Nomeland. Erst 2004 gab die Kommune Valle die Erlaubnis die Haüser mit 13000 m2 vom Hof auszuscheiden. Dann erst konnte die Restaurierung von Haus og Vorratsspeicher und der moderne Anbau begonnen werden. Im juni 2009 verbleiben nur noch  wenige Aufbesserungen und die Aufarbeitung des Gartens.

Nomeland 1903, der Grossvater des Besitzers, Olav T. Nomeland, geboren 1900, in der mitte

Der Lebensmittelspeicher, der 1905 ins Freilichtmuseum in Kristiansand kam.
Das Vest-Agder Museum hat neuere Bilder von dem Vorratsspeicher und anderen Setesdalshäusern.

Auf dem Hof liegt ein alter Grabhügel aus der frühen Wikingerzeit. Der Grabhügel ist der grösste in Aust-Agder – 35m im Durchmesser und 3,5m hoch. Hier hat man schon früh zwei Äxte, eine runde Spange aus Bronze und Werkzeug wie Hobel, Messer und Sichel gefunden. 1849 wurden noch eine Axt und Toilettengegenstände aus Bronze, wahrscheinlich ausländischer Herkunft, ausgegraben. Dazu 39 Bronzeperlen und 21 Gewichte um Gold und Silber zu wiegen. Man hat auch eine deutsche Münze, eine angelsächsische von 1017-1023, eine dänische von 1017-1023 und eine norwegische von Olav Kyrre geprägt gefunden. Valle muss ein bedeutender Handelsplatz gewesen sein, meinen die Historiker. (Quelle: Jan Henning Larsen, Vorgeschichte in Valle Kommune, Setesdal).

Etwas nördlicher stand die Nomelandskirche. Jetzt gibt es nur noch Reste des Friedhofs direkt südlich vom Bauwarenhaus, 1,5 weiter nördlich. Der „Riese“ Bjørgulv Uppstad soll hier seine Kindheit verbracht haben. Dann tauschten seine Eltern ihren Hof mit einem anderen Hof auf Uppstad. Der „böse“ Asmund Rygnestad, soll seine Frau von Nomeland geholt haben, sagt die Erzählung aus „Altes aus Setesdal“.

Der Maler Adolph Tidemand zeichnete den Hof mit dem Lebensmittelspeicher. Im Nationalmuseum hängt das Original. Eine Photokopie davon hängt in der Küche. Der Spielmann Søren Sverdrup Nomeland hat in dem Raum mit der offenen Feuerstelle (Årestua) spielen gelernt. Eine CD mit Aufnahmen von seiner Volksmusik, die im Radio gespielt wurde, liegt dort.

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